Klaus Müller im Porträt beim Schaufenster
Menschen für Mettmann
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Klaus Müller im Schaufenster-Gespräch (wilm)Fünf Mitglieder hat die FDP im Rat der Kreisstadt Mettmann. Bei den 44 Ratsmitgliedern ist sie zur Zeit die drittstärkste Fraktion. Und ihr Fraktionsvorsitzender ist Klaus Müller (53).
Der gebürtige Mettmanner ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Diplom-Betriebswirt hat jahrelang in diesem Beruf gearbeitet, jetzt ist tätig als freier Journalist. Mettmann sei bekannt als “liberale Hochburg”, so heißt es auf der FDP-Homepage.
Was sagt der Fraktionsvorsitzende dazu? “Wir haben hier im Kreis bei allen Wahlen immer die besten Ergebnisse bei den Liberalen.” Nachgefragt, weshalb bei der letzten Bundestagswahl die Ergebnisse nicht so gut waren: “Bei einer Bundestagswahl zieht der Trend auch immer von Berlin nach Mettmann. Damals stand die FDP nicht so hervorragend da.” Mettmanner FDP-Wähler lagen in den letzten zwanzig Jahren deutlich über dem Bundestrend.
Schwerpunkt Innenstadt
Welches Ziel hat die FDP für unsere Stadt? “Der Schwerpunkt ist die Innenstadt. Da muss einiges verändert werden.” Die Liberalen hätten das Kö-Karree auf den Weg gebracht, dies sei ein ganz wichtiger Faktor. Was ist los mit den Umgehungsstraßen? “Bei der letzten Wahl hatten wir hierzu als einzige Partei echte Themenplakate.” Die FDP sei in der Stadt und im Kreis maßgeblich daran beteiligt, dass die Osttangente demnächst gebaut wird. Auch die Seibel-Querspange sei schon lange von der FDP gefordert worden.
Kein eigener Kandidat
Bei der nächsten Wahl des Bürgermeisters wollte die FDP zunächst auch einen eigenen Kandidaten aufstellen, nach reiflicher Überlegung habe man aber darauf verzichtet. “Wir wollen einen starken bürgerlichen Kandidaten haben. Das ist für uns Bernd Günther.”
Verschuldung stoppen
Mit Blick auf die bisherige FDP-Politik in Mettmann, meint Klaus Müller, dass sie nie viel gefordert und Anträge gestellt haben. “Wichtig für uns ist, was auch die anderen Parteien erkannt haben, dass eine strenge Haushaltsdisziplin herrschen muss.” Das sei wichtig angesichts der Mettmanner Verschuldung in Höhe von 42 Millionen Euro. “Wir dürfen uns nicht verschulden zu Lasten der nachfolgenden Generation.” Deshalb die Forderung der Mettmanner Liberalen, dass die Ausgaben sich nach den Einnahmen richten müssen. Früher seien sie als “Sparkommissare” verschrien gewesen, jetzt hätten auch die anderen erkannt, dass man den Cent mehrmals umdrehen muss, bevor man ihn ausgibt. Klaus Müller über sein politisches Profil: “Wir müssen klare Kante zeigen!”
Der Artikel erschien in der Mettmanner Schaufenster-Ausgabe vom 11.03.2009.
