Stellungnahme zum Sportzentrum

Veröffentlicht von Matthias Lehming am 07. Mai 2010 Pressemitteilungen, Stadtrats-Fraktion

Mit großer Verwunderung hat die Fraktion der Mettmanner FDP in der Rheinischen Post vom 28. April 2010 die Äußerungen des zweiten Vorsitzenden von Mettmann Sport, Herrn Dr. Stefan Weiss, zum geplanten neuen Sportzentrum gelesen. Es war der Antrag der FDP im Mai 2004, in Mettmann ein neues Sportzentrum nach dem kostenneutralen „Wülfrather Modell“ zu errichten. Damit sollte dem großen Bedarf der Mettmanner Sportvereine hinsichtlich einer modernen Sportstätte mit mehreren Kunstrasenplätzen Rechnung getragen werden. Die Kreisstadt Mettmann ist einer der ganz wenigen Städte im Kreis, bei der die Fußballer bei ihren Meisterschaftsspielen oder beim Training eine „Menge Asche schlucken müssen.“ Wir haben derzeit in Mettmann fünf Fußballvereine, die sich nach unseren Informationen allesamt gern vom Ascheplatz verabschieden und auf einem Kunstrasenplatz ihren Sport ausüben wollen. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass die neuen Kunstrasenplätze über eine entsprechende Infrastruktur mit den notwendigen Funktionsgebäuden verfügen, damit die Fußballer auch eine Heimstätte haben. „Vereinsleben ist mehr als nur Fußball spielen“. Die Funktionsgebäude sind erfreulicherweise in ausreichender Anzahl geplant. Es macht den Eindruck, dass Herr Dr. Weiss nur an ME-Sport denkt und davon ausgeht, dass das neue Sportzentrum nur für die Fußballer und Leichtathleten seines Großvereins gebaut wird. Das ist nicht der Fall! Rat und Verwaltung haben die Pflicht, bei solch einem Großprojekt den Bedürfnissen aller Mettmanner Sportvereine gerecht zu werden. Die Aussage von Herrn Dr. Weiss, dass auf zwei nebeneinander gelegenen Fußballplätzen kein gleichzeitiger Spielbetrieb stattfinden könne, ist weltfremd. Diese Praxis wird seit vielen Jahren auf den Sportplätzen am Stadtwald erfolgreich praktiziert. Vielleicht ist es auch mehr als ein Gerücht, dass ME-Sport bewusst auf zwei Kunstrasenplätze verzichten will, um mit dem „eingesparten“ Geld eine Mehrzweckhalle oder ein Fitnesscenter bauen zu können?

(Andrea Metz, stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP)