Antrag zur geplanten Friedhofserweiterung Obschwarzbach

Veröffentlicht von Matthias Lehming am 05. Februar 2010 Stadtrats-Fraktion

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Günther,

der Rat möge beschließen: Auf die geplante Erweiterung des Friedhofes Obschwarzbach wird verzichtet.

Begründung: Auf die insgesamt 100.000 Euro Investitionssumme für die Friedhofserweiterung Obschwarzbach sollte aufgrund der angespannten Haushaltssituation verzichtet werden. Nach unseren Informationen stehen für die nächsten Jahre genügend Flächen auf dem Friedhof Obschwarzbach zur Verfügung. Zudem liegt der Friedhof Lindenheide nur wenige Kilometer entfernt.

Bei einer etwaigen Stabilisierung der städtischen Haushaltslage bis zum Jahr 2014 könnte unseres Erachtens über eine Erweiterung des Friedhofes Obschwarzbach erneut nachgedacht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Müller (Fraktionsvorsitzender)

Der Antrag wird im Rahmen der Sitzung des Bauausschusses am 17.02.2010 eingebracht.

Kritik an FDP-Vorschlag zu Bibliothek und Musikschule

Veröffentlicht von Matthias Lehming am 01. Februar 2010 Presseschau, Stadtrats-Fraktion

Bei unseren Haushaltsberatungen haben wir einige Einrichtungen in Mettmann unter die Lupe genommen und Verbesserungsvorschläge gemacht (siehe Stellungnahme der FDP-Fraktion zum Haushaltsentwurf), unter anderem Stadtbibliothek und Musikschule. Auf die daraufhin aufkommende Kritik von Verdi möchten wir an dieser Stelle kurz antworten.

Angesichts des gravierenden Defizits, das der Mettmanner Haushalt in diesem und den kommenden Jahren aufweist, ist es unerlässlich, sich über die Sanierungsmöglichkeiten zu unterhalten und dabei unrentable Einrichtungen ins Visier zu nehmen.
Keineswegs schätzen wir das Engagement der Mitarbeiterinnen der Bibliothek gering. Dennoch ist es bei einer Nutzung von nur 3000 Mettmannern und einem Minusgeschäft von knapp 200.000 € pro Jahr für die Stadtkasse fraglich, inwiefern der Erhalt der Stadtbibliothek noch gerechtfertigt ist. Allerdings ist es zu prüfen, ob eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Städten möglich wäre, etwa in Form einer Fahrbibliothek.

Anders als Verdi sehen wir auch nicht die Gefahr eines schlechteren Unterrichts für unsere Kinder, wenn in der Musikschule Honorarkräfte engagiert werden. Dennoch fordern wir ein neues Konzept für die Musikschule, damit diese auch in fünf Jahren noch tragfähig für den Mettmanner Haushalt sein kann.

Antrag zur Änderung des Bebauungsplans Innovationspark

Veröffentlicht von Matthias Lehming am 29. Januar 2010 Stadtrats-Fraktion

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Günther,

der Rat möge beschließen: Der Bebauungsplan für den Innovationspark wird so geändert, dass ansiedlungswillige Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich dort nieder zu lassen.

Begründung: Uns ist bekannt geworden, dass es in der Vergangenheit mehrere Interessenten für den Innovationspark gegeben hat, die aber aufgrund der restriktiven Bestimmungen des Bebauungsplans nicht zum Zuge gekommen sind. Der Bebauungsplan muss deshalb so geändert werden, dass die realistische Chance besteht, dieses Gelände mittelfristig zu vermarkten.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Müller (Fraktionsvorsitzender)

Der Antrag wird im Rahmen der Sitzung des Planungsausschusses am 10.02.2010 eingebracht.

Angefügt sehen Sie die Artikel der Westdeutschen Zeitung und der Rheinischen Post, jeweils erschienen am 14. Januar 2010. Um die Ansicht zu vergrößern, klicken Sie bitte auf das jeweilige Bild.

haushaltsplan2010 Die FDP-Fraktion ist der Auffassung, dass der Haushaltsplanentwurf auf einem sehr „dünnen Eis“ steht. Dies insbesondere im Hinblick darauf, dass im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung erhebliche Haushaltsrisiken bestehen, die großen Zweifel daran nähren, dass bis 2014 der notwendige Finanzausgleich herbeigeführt wird, um einen Nothaushalt zu vermeiden. So halten wir unter anderem die vom Kämmerer in den Haushalt eingestellte jährliche Erhöhung der Gewerbesteuer, die für 2010 einen Ansatz von niedrigen 5,5 Millionen Euro vorsieht, und durch eine Steigerung von 2 Mill. Euro pro Jahr bis 2013 auf 11.5 Mill. Euro ansteigen soll, für kaum realistisch.

Auch der Anstieg der Personalkosten um nur jeweils ein Prozent in den nächsten Jahren wird trotz dieser Vorgabe durch die Orientierungsdaten kaum den Realitäten entsprechen. Gerade haben die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst für die Beschäftigen von Bund und Kommunen begonnen. Sicherlich wird die von den Gewerkschaften geforderte „wahnwitzige“ 5-Prozent-Erhöhung nicht zu erzielen sein. Im Rahmen der Verhandlungen wird aber voraussichtlich ein Ergebnis herauskommen, das über die im Haushalt prognostizierten 1 Prozent liegen wird. Die zu erwartende konjunkturelle Erholung in den nächsten Jahren wird zudem bei den Gewerkschaften in Zukunft „Begehrlichkeiten“ wecken. Allein die erhöhten Personalaufwendungen und die kaum zu realisierenden Gewerbesteuereinnahmen werden dazu führen, dass bis 2014 der strukturelle Haushaltsausgleich sehr schwer zu erreichen sein wird.

Es heißt also in den nächsten Jahren durch intensive Sparmaßnahmen, die in der Schlusskonsequenz bis zur Schließung von städtischen Einrichtungen führen können, den „Gürtel enger zu schnallen“, um den Nothaushalt zu vermeiden. Die Schließung von Einrichtungen möchte die FDP-Fraktion möglichst verhindern und sieht dies nur als Ultima Ratio. Der Nothaushalt muss verhindert werden, damit die Stadt Mettmann, und insbesondere der Rat, nicht ihre eigenständige Gestaltungsfreiheit verliert. Bei einem Nothaushalt muss bekanntlich jede Investition von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden.

Nicht zufrieden ist die FDP-Fraktion damit, dass im Haushaltsplanentwurf bei den einzelnen Positionen nicht die Ergebniszahlen 2009 ausgewiesen sind. Bei den internen Beratungen waren deshalb kaum Vergleichsmöglichkeiten gegenüber dem Vorjahr möglich. Es war wie das berühmte „Stochern im Nebel.“ Zudem vermissten wir die Aufstellung einer vorläufigen Eröffnungsbilanz, aus der die Bewertung der Vermögensgegenstände und damit auch die Grundlage für die Abschreibungen ersichtlich wurden.

Dies war einer der Gründe dafür, dass wir uns bei den internen Haushaltsberatungen schwerpunktmäßig mit dem Haushaltssicherungskonzept beschäftigt haben. Bei der so genannten „Giftliste“ fiel uns auf, dass der überwiegende Teil der Vorschläge der Verwaltung auf eine Einnahmeverbesserung ausgerichtet waren Das Verhältnis Einnahmeerhöhung zu Ausgabenkürzung beträgt etwa 80% zu 20%, Dieses Verhältnis entspricht nicht dem traditionellen Grundsatz, den die FDP-Fraktion seit Jahren vertritt. Die Ausgaben haben sich nach den Einnahmen zu richten und nicht umgekehrt.

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