Mit großer Verwunderung hat die Fraktion der Mettmanner FDP in der Rheinischen Post vom 28. April 2010 die Äußerungen des zweiten Vorsitzenden von Mettmann Sport, Herrn Dr. Stefan Weiss, zum geplanten neuen Sportzentrum gelesen. Es war der Antrag der FDP im Mai 2004, in Mettmann ein neues Sportzentrum nach dem kostenneutralen „Wülfrather Modell“ zu errichten. Damit sollte dem großen Bedarf der Mettmanner Sportvereine hinsichtlich einer modernen Sportstätte mit mehreren Kunstrasenplätzen Rechnung getragen werden. Die Kreisstadt Mettmann ist einer der ganz wenigen Städte im Kreis, bei der die Fußballer bei ihren Meisterschaftsspielen oder beim Training eine „Menge Asche schlucken müssen.“ Wir haben derzeit in Mettmann fünf Fußballvereine, die sich nach unseren Informationen allesamt gern vom Ascheplatz verabschieden und auf einem Kunstrasenplatz ihren Sport ausüben wollen. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass die neuen Kunstrasenplätze über eine entsprechende Infrastruktur mit den notwendigen Funktionsgebäuden verfügen, damit die Fußballer auch eine Heimstätte haben. „Vereinsleben ist mehr als nur Fußball spielen“. Die Funktionsgebäude sind erfreulicherweise in ausreichender Anzahl geplant. Es macht den Eindruck, dass Herr Dr. Weiss nur an ME-Sport denkt und davon ausgeht, dass das neue Sportzentrum nur für die Fußballer und Leichtathleten seines Großvereins gebaut wird. Das ist nicht der Fall! Rat und Verwaltung haben die Pflicht, bei solch einem Großprojekt den Bedürfnissen aller Mettmanner Sportvereine gerecht zu werden. Die Aussage von Herrn Dr. Weiss, dass auf zwei nebeneinander gelegenen Fußballplätzen kein gleichzeitiger Spielbetrieb stattfinden könne, ist weltfremd. Diese Praxis wird seit vielen Jahren auf den Sportplätzen am Stadtwald erfolgreich praktiziert. Vielleicht ist es auch mehr als ein Gerücht, dass ME-Sport bewusst auf zwei Kunstrasenplätze verzichten will, um mit dem „eingesparten“ Geld eine Mehrzweckhalle oder ein Fitnesscenter bauen zu können?
(Andrea Metz, stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Günther,
der Rat möge beschließen: Auf die geplante Erweiterung des Friedhofes Obschwarzbach wird verzichtet.
Begründung: Auf die insgesamt 100.000 Euro Investitionssumme für die Friedhofserweiterung Obschwarzbach sollte aufgrund der angespannten Haushaltssituation verzichtet werden. Nach unseren Informationen stehen für die nächsten Jahre genügend Flächen auf dem Friedhof Obschwarzbach zur Verfügung. Zudem liegt der Friedhof Lindenheide nur wenige Kilometer entfernt.
Bei einer etwaigen Stabilisierung der städtischen Haushaltslage bis zum Jahr 2014 könnte unseres Erachtens über eine Erweiterung des Friedhofes Obschwarzbach erneut nachgedacht werden.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Müller (Fraktionsvorsitzender)
Der Antrag wird im Rahmen der Sitzung des Bauausschusses am 17.02.2010 eingebracht.
Bei unseren Haushaltsberatungen haben wir einige Einrichtungen in Mettmann unter die Lupe genommen und Verbesserungsvorschläge gemacht (siehe Stellungnahme der FDP-Fraktion zum Haushaltsentwurf), unter anderem Stadtbibliothek und Musikschule. Auf die daraufhin aufkommende Kritik von Verdi möchten wir an dieser Stelle kurz antworten.
Angesichts des gravierenden Defizits, das der Mettmanner Haushalt in diesem und den kommenden Jahren aufweist, ist es unerlässlich, sich über die Sanierungsmöglichkeiten zu unterhalten und dabei unrentable Einrichtungen ins Visier zu nehmen.
Keineswegs schätzen wir das Engagement der Mitarbeiterinnen der Bibliothek gering. Dennoch ist es bei einer Nutzung von nur 3000 Mettmannern und einem Minusgeschäft von knapp 200.000 € pro Jahr für die Stadtkasse fraglich, inwiefern der Erhalt der Stadtbibliothek noch gerechtfertigt ist. Allerdings ist es zu prüfen, ob eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Städten möglich wäre, etwa in Form einer Fahrbibliothek.
Anders als Verdi sehen wir auch nicht die Gefahr eines schlechteren Unterrichts für unsere Kinder, wenn in der Musikschule Honorarkräfte engagiert werden. Dennoch fordern wir ein neues Konzept für die Musikschule, damit diese auch in fünf Jahren noch tragfähig für den Mettmanner Haushalt sein kann.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Günther,
der Rat möge beschließen: Der Bebauungsplan für den Innovationspark wird so geändert, dass ansiedlungswillige Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich dort nieder zu lassen.
Begründung: Uns ist bekannt geworden, dass es in der Vergangenheit mehrere Interessenten für den Innovationspark gegeben hat, die aber aufgrund der restriktiven Bestimmungen des Bebauungsplans nicht zum Zuge gekommen sind. Der Bebauungsplan muss deshalb so geändert werden, dass die realistische Chance besteht, dieses Gelände mittelfristig zu vermarkten.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Müller (Fraktionsvorsitzender)
Der Antrag wird im Rahmen der Sitzung des Planungsausschusses am 10.02.2010 eingebracht.
Angefügt sehen Sie die Artikel der Westdeutschen Zeitung und der Rheinischen Post, jeweils erschienen am 14. Januar 2010. Um die Ansicht zu vergrößern, klicken Sie bitte auf das jeweilige Bild.